ALS-Trainer Erwachsen, uralt
Wirklich, wirklich alte Laerdal-Reanimationspuppe. Von Archäologen auf ca. 1850 datiert, obwohl Laerdal selbst bestreitet, schon damals existiert zu haben – was die Puppe offensichtlich nicht interessiert hat. Theoretisch intubierbar. Praktisch schaut sie einen dabei so an, als hätte sie schon Schlimmeres überlebt. Die Atemwege sind vorhanden, soweit man das bei einem Wesen sagen kann, das älter ist als die Gummimischung, aus der es besteht. Die zugehörigen Computer befinden sich im Museum. Die Puppe selbst verweigerte die Aufnahme – vermutlich, weil sie sich für zu lebendig hält. Druckpunkt am Sternum noch auffindbar, allerdings empfiehlt sich vorheriges Gebet. Ob die Rückmeldung „korrekte Kompressionstiefe" noch stimmt, ist rein philosophischer Natur. Für Fortgeschrittene, Nostalgiker und alle, die schon immer wissen wollten, wie sich Reanimation im Viktorianischen Zeitalter angefühlt haben muss. Kein Beatmungsventil mehr dabei. Hat sie wahrscheinlich selbst aufgegessen.